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Bei der Mosoner Donau handelt es sich um einen Seitenarm der ungarischen Donau, der in etwa beim Dreiländereck Österreich-Ungarn-Slowakei abzweigt und nach 105 km bei Györ wieder in die Donau mündet.

Der Fluss ist auf der ganzen Länge leicht befahrbar. Strömung und Wassertiefe bereiten auch Anfängern keinerlei Probleme.

Das Schönste ist aber die wunderbar naturbelassene Flusslandschaft, die es wohl nur mehr ganz selten zu genießen gibt.
Entlang des Flusslaufes sind immer wieder einfache Lagerplätze aber auch Campingplätze zu finden. Ein oder zwei Zelte können an jedem beliebigen Standplatz ohne besondere Genehmigungen aufgeschlagen werden. Bei Gruppen müssen die Campingplätze in Anspruch genommen werden, die meist eine einfache Infrastruktur aufweisen.

Meine erste Flusswanderung mit meinem neuen Schlauchkajak (Grabner Rocky) unternahm ich gemeinsam mit meinem Freund Ossi, der ebenso wie ich kaum Erfahrung mitbrachte, Anfang Juli 2005.

Wir starteten gegen 18:00 in RAJKA, unweit des Campingplatzes (Aranykarasz Camping, Tel.: +36-30-2164-122). Mit den Campingplatzinhabern kann auch ein Transfer von Györ ausgehandelt werden. Nach zwei Stunden Eingewöhnungspaddlerei schlugen wir unser Nachtlager auf einem Lagerplatz in der Nähe von Dunakiliti auf. Überdachte Sitzgelegenheiten und eine Feuerstelle boten einen Hauch von Komfort. Der nächste Tag führte uns nach Mosonmagyarovar, wo wir gleich nach der Straßenbrücke in einem Restaurant zu Mittag essen und unsere Wasserbehälter füllen konnten.
Die zweite Nacht verbrachten wir wieder auf einem Lagerplatz, bei dem sogar ein Trinkwasserbrunnen vorhanden war. Erst die dritte Nacht lagerten wir auf einem Campingplatz gemeinsam mit vielen ungarischen Flusswanderern. Die einzige Wehr auf der Strecke kann auf einer Umfahrung bequem bewältigt werden.

Die Siedlungen entlang des Flusslaufes vermitteln alle einen einfachen, ruhigen Lebensstil. Kein Lärm von Verkehr oder Industrie stört die beschauliche Fahrt. Etwa eine Stunde vor Györ übernachteten wir noch einmal, mehr um das Abenteuer auszukosten als aus Notwendigkeit. Die Fahrt endete schließlich direkt in Györ, gleich nach der Einmündung der RAAB am rechten Flussufer bei einer gemauerten Landestelle. Oberhalb ist ein Parkplatz, wo man bequem seine Bootsausrüstung im Auto verstauen kann.

Für alle, die die Tour nachfahren wollen empfehle ich: Nehmt euch vier Tage Zeit, dafür wird euch Erholung im Wert von drei Wochen geschenkt.

Liebe Grüße
Otto

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