Diskussion »Unfall Soca«

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  1. TP seit 2012

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    Letzte Woche kam es leider wieder zu einem schweren Unfall auf der Soca. Am Anfang der Slalomstrecke ist ein Schlauchkanadier recht in einem Syphon stecken geblieben. Aufgrund der sich häufenden Unfälle, wird über eine Sperrung des Abschnittes nachgedacht.

  2. TP seit 2010

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    flow aus Seeboden19.08.15 10:04

    Was macht ein schlauchkanadier auf der salaomstrecke??Wenn so wenig wasser ist wie jetzt wirds ziemlich eng. Das is ja so wie abseilstrecke mit der luftmatratze runterfahren. Vielleicht sollten die damen und herren mal den fehler bei sich suchen und nicht bei der strecke. seldstüberschätzung im wildwasser kann richtig weh tun

  3. TP seit 2012

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    Kann mit Flow nur anschließen. Die Soca ist und bleibt (hoffentlich) ein Wildfluss. Entweder man ist sich bewusst, dass dies Natur und Wildwasser ist, oder man sollte nicht einsteigen. Natur kann immer gefährlich sein. Im eigenen Interesse sollte man sich halt vorher erkundigen und besichtigen!!! Wenn ein Unfall passiert, ist es immer ein schlimme Sache - aber jeder sollte sich im Klaren sein, dass dies alles in Eigenverantwortung geschieht und ein Unfall somit SELBSTVERSCHULDEN ist! Da kann kein Streckenabschnitt was dafür!

  4. TP seit 2010

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    Wie immer bei solchen Unfällen finde ich es schwierig sich ohne weiter Infos ein Bild zu machen. Generell halte ich die Slalomstrecke für ein eingespieltes Team im Schlauchkanadier nicht für zu schwer. Und auch bei den besten kann mal was schief laufen.
    Der Unfall an sich ist schon eine Tragödie. Wenn als Folge auch noch Streckenabschnitte gesperrt werden finde ich es um so trauriger.

  5. TP seit 2009

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    piperocker aus St.Ruprecht/Falkendorf19.08.15 13:08

    ....das ist auch meine Meinung, nicht immer ist es Überschätzung, eine Verkettung ungünstiger Umstände, wie etwa Schwemmholz im Unterwasser oder ein Siphon welches man nicht als solches erkennt!
    Ich hoffe den Paddlern ist nichts passiert, wichtig ist ebenso aus Unfallen zu lernen,
    LG

  6. TP seit 2010

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    flow aus Seeboden19.08.15 18:27

    Sicher ist die Slalomstrecke und ander Flussabschnitte im 3bis 4 Grad für ein eingespieltes Team kein Problem und Hloz und andere Gefahren oder eine scheiß Linie kann die Situation schnell von gechillt auf spotlich werden lassen. Aber das machts ja spannend und das ist sicher schon jeden mal passiert. Aber der Strecke kann man da nicht die Schuld geben!!! Das find ich halt a bissal arm. Wenn sowas Schule macht kannst ja nirgendwo mehr fahren. Wenn wer im Gebirge eine Unfall hat sperrt man ja auch nicht den Berg

  7. TP seit 2013

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    ToniS aus Münstermaifeld20.08.15 09:37

    ==========================

    "...wird über eine Sperrung des Abschnittes nachgedacht."

    Woher kommt eigentlich diese Info? Wer denkt darüber nach?

    Sommerloch, oder was?

  8. TP seit 2012

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    Die Info`s sind von Trnovo. Wir waren selbst vor Ort und haben mit den Leuten gesprochen, die die Familie des Verunglückten ins Krankenhaus gebracht haben.
    Es ist nicht bekannt, wie erfahren der Verunglückte war/ist. Darum finde ich pauschale Verurteilungen sehr oberflächlich. Auch erfahrenen Kajakfahrern kann so etwas passieren.

  9. TP seit 2014

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    xi aus Stuttgart21.08.15 17:18

    Wir waren am Tag nach dem Unfall auf der Slalomstrecke und haben eine Gruppe Italiener getroffen, die in Schlauchbooten ohne Helm (teilweise) runter gefahren waren.
    Als wir die am Ausstieg angeprochen hatten, wurde uns erklärt, dass das Fahren mit Schlauchbooten deutlich einfacher (gegenüber Kajaks) ist und die deswegen keinen Helm brauchen.  Bei denen waren uns auch keine Wurfsäcke oder sonstige Sicherheitsausrüstung aufgefallen.
    Es steht also zu befürchten, dass doch gelegentlich Leute ohne Wildwassererfahrung nach der Friedhofsstrecke weiterpaddeln, weil sie kein Gefühl für die Gefahren haben. Insofern könnte man schon überlegen, ob man nicht aufdringlicher vor den im Vergeich zur Friedhofsstrecke erheblich größeren Gefahren warnt.
    Der Baum, der den tödlichen Unfall im Frühjahr verursacht hat, liegt übrigens immer noch drin. Ein Schwimmer (oder Eskimotierversuch) bei Niedrigwasser an der Stelle kann immer noch ähnlich ausgehen. Am Besten vorher um die Kurve laufen und ansehen.

  10. TP seit 2005

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    Blondie aus Nürnberg23.08.15 10:20

    Finde ich auch zu pauschal jetzt die Schlauchkanadier und deren Besatzungen zu verurteilen. Wer nimmt sich eigentlich das Recht zu entscheiden welches Boot für was und welcher Paddler für welche Strecke "zulässig" ist ohne zu wissen wer gepaddelt ist ?
    Grundsätzlich sind WW taugliche Schlauchkanadier wie z.B. Outside, XR Trekking, Baraka usw. bis WW IV gut geeignet wenn man mit dem Teil umgehen kann (Das mal zum Boot).
    Das die passende Ausrüstung und Erfahrung dazugehört versteht sich von selbts - aber das gilt für alle Boote und alle Paddler.
    Ich fahre beides, auch im WW, kenne den Abschnitt zur genüge, und es ist nun mal so das in der Slalomstrecke schwimmen ohnehin nicht so gut ist (wie auch auf mehreren anderen Soca Abschnitten).
    Einzig das Argument das man einen Schlauchkanadier nicht rollen kann und somit beim Kentern immer schwimmt kann gelten - aber es paddeln auch genung Leute im Kajak ohne ordentlich rollen zu können auf schwierigen Abschnitten.
    Das man mit Baggerseeausrüstung und ohne Kentnisse die Finger vom WW lassen soll - drüber sind sich sicher alle einig - aber bitte fangt nicht an in der WW Gemeinde verschiedene Paddler und Bootstypen gegeneinander auszuspielen. Hier ist jeder gleich berechtigt auch wenn man sich selbst vielleicht nicht vorstellen kann ein anderes Gefährt zu benutzen.

  11. TP seit 2007

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    Nach Auskunft der Ersthelfer, ein paar lokaler Raftguides, die vom Raftausstieg aus auf die panische Situation aufmerksam wurden, war der verunglückte Vater, der mit zwei Söhnen von über 30 Jahren im grünen Gumotex-Kanadier unterwegs war, über 7 Minuten unter Wasser bevor er geborgen werden konnte. Die Rettungsmannschaft hat am Ufer neben der bei diesem Niedrigwasser diaginonal zu befahrenden Stelle nach der ersten Rechtskurve am rechten Ufer über eine Stunde mit der Reanimation des Verunfallten gekämpft. Der Polizeihelikopter konnte nicht durch die Äste zum Uferweg abseilen, weshalb man sich eine halbe Stunde später entschied den Verunfallten trotz sehr kritischen Zustandes über die Steine ans Wasser zu tragen, von wo er erfolgreich aufgeseilt werden konnte. Nach fast zwei Stunden konnte er dann ausgeflogen werden. Ich hoffe, dass der Verunfallte ohne weitere gesundheitliche Folgeschäden genesen kann. Eine Sperrung der Slalomstrecke wäre übertrieben, jedoch wäre an der Brücke eine deutlich sichtbare Tafel oder ein grosses Banner mit einem international verständlichen Warnhinweis "DANGER" angebracht, um eindringlich auf die Gefahren hinzuweisen. Unfälle dieser Art können leider jeden erwischen, egal ob man den Abschnitt zum ersten oder tausendsten mal paddelt.